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Elfenbeinküste kürt den ersten Web-Bürgermeister

Posted on 04 June 2013 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

Er ist erst 22 Jahre jung und lebt noch bei seinen Eltern. Dennoch soll Emmanuel Assouan als erster Web-Bürgermeister der Elfenbeinküste den Staat an der afrikanischen Westküste im Onlinebereich voranbringen.

Stolz steht er da. Im dunkle Anzug, die rechte Hand auf ein glänzend weißes iPad gelegt, gelobt Emmanuel Assouan die Online-Community der Elfenbeinküste zu fördern. Gesund, sicher und reich an Inhalt soll sie sein, so der Wortlaut des Web-Bürgermeisters bei Amtsantritt. Assouan ist der erste Bürgermeister der Elfenbeinküste für die virtuelle Welt. In einer Onlinewahl konnte er sich aus dem Feld von zwölf Kandidaten hervortun und gewann mit knapp 25 Prozent die Wahl, die von der Online-Community der Elfenbeinküste initiiert wurde.

Quelle: http://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/online-elfenbeinkueste-kuert-den-ersten-web-buergermeister/8259442.html

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Gbagbos Tortur – Von Gerd Schumann

Posted on 11 August 2012 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

Anhörung des 2011 gestürzten ivorischen Präsidenten vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verschoben

 

Die Geschichte des gestürzten, getretenen, in Geheimhaft gequälten und schließlich nach Den Haag gebrachten Präsidenten von Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Laurent Gbagbo, macht dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) zu schaffen. Die für den kommenden Montag geplante erste Anhörung zum Inhalt der Anklage gegen ihn wurde per Beschluß vom 2. August erneut verschoben – zum zweiten Mal nach dem 18. Juni: Damals hatte die Verteidigung des 67jährigen Politikers auf Antrag zusätzliche Zeit für eine bessere Vorbereitung auf das Verfahren erhalten. Diesmal ist esGbagbos angeschlagene Gesundheit, die die zwei für den 13. und 21. August vorgesehenen »Hearings« verhinderte. Eine Neuterminierung blieb vorerst aus.

Inzwischen fordert Serges Gbougnon, einer der Anwälte Gbagbos, die sofortige Freilassung seines Mandanten, derweil die Zeitung Notre Voie, die in der ivorischen Hafenmetropole Abidjan erscheint, am vergangenen Samstag mit der Schlagzeile aufmachte: »Ouattara a torturé Gbagbo« – Ouattara hat Gbagbo gefoltert. Das gehe aus dem »vertraulichen medizinischen Bericht« einer dreiköpfigen Expertengruppe vom 26. Juli hervor, die den Inhaftierten im ICC-Auftrag untersucht hatte. Gbagbo habe in den Monaten, während derer er sich in den Händen seines Nachfolgers Alassane Ouattara im nordivorischen Korhogo befand, »Mißhandlungen ertragen« müssen. Er sei derzeit psychisch keinesfalls in der Lage, an einem Prozeß teilzunehmen.

Einseitige Parteinahme

Die Bilder von Gbagbo und seiner Frau Simone, die am 11. April 2011 und in den Tagen danach im Abidjaner Hôtel du Golf, Ouattaras Hauptquartier, geschossen wurden, gingen seinerzeit um die Welt: Umringt von »Rebellen« genannten Männern, er im Unterhemd, Schwellungen im Gesicht, offensichtlich malträtiert, sie ein Häufchen Elend, entmutigt hochblickend in die Kamera des Fotografen. Später würde Gbagbo vom ICC-Chefankläger Luis Moreno-Ocampo vorgeworfen werden, er sei in den Monaten nach der Stichwahl um die Präsidentschaft vom 28. November 2010 als »indirekter Mittäter« für Mord, Vergewaltigung, Mißhandlungen und andere Taten verantwortlich.

Bereits vor dem Sturz Gbagbos hatte Moreno-Ocampo Ermittlungen gegen den Präsidenten angekündigt – eine einseitige Parteinahme in einer Konfliktsituation. Absehbar war, daß der ICC deswegen in die Kritik geraten könnte. Tatsächlich wurde spätestens mit der Überführung Gbagbos in die Niederlande am 29. November 2011 die – sowieso schon angeschlagene – Autorität des Gerichtshofs erneut und eindringlich hinterfragt: Zu offensichtlich politisch motiviert war die Verfolgung Gbagbos. Sie provozierte geradezu den schon oft gegen das Gericht erhobenen Vorwurf der »Parteilichkeit« in neuer Schärfe. Dieser würde den Prozeß begleiten.

Im Fall Gbagbo ging es nicht nur darum, daß der ICC bisher ausschließlich Afrikaner verfolgt hat – und die großen Kriegsverbrecher dieser Erde – mit George W. Bush, Nicolas Sarkozy und Anthony Blair an der Spitze – eben nicht. Es ging auch nicht nur darum, daß das Haager Gericht – wie im Fall der gegen Sudans Präsidenten Omar Al-Baschir und gegen den libyschen Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi erlassenen Haftbefehle – Partei für vom Westen inspirierte Rebellengruppen ergriffen hatte. In Sachen Côte d’Ivoire war zudem bekannt, daß die Gbagbo-Gegner – darunter Ouattara sowie der einflußreiche Expremier und derzeitige Parlamentspräsident Guillaume Soro – Grausamkeiten während der von ihnen veranlaßten Intervention der Nordtruppen verübt hatten.

Und: Im Laufe eines Prozesses gegen Gbagbo könnte nicht nur die neue Herrschaft in der ivorischen Hauptstadt Yamoussoukro ins Gerede kommen, sondern auch die UNO mit ihrer Blauhelmtruppe sowie die ehemalige Kolonialmacht Frankreich und deren in Abidjan stationierten Krieger der »Opération Licorne« (Operation Einhorn). Diese hatten den Angriff der von ehemaligen Putschisten geführten »Nouvelles Forces« maßgeblich militärisch unterstützt und Gbagbos Gefangennahme – und damit den lange geplanten Regime change – erst ermöglicht.

Der wirtschaftsliberale Ouattara, ein ehemaliger Vizepräsident des Internationalen Währungsfonds und als ivorischer Premier (1990–1993) zuständig für umfangreiche Privatisierungsmaßnahmen, trat an die Stelle des kolonialkritischen Gbagbo. Der mehrfach inhaftierte Gewerkschafter hatte gemeinsam mit seiner späteren Frau Simone 1982 im Untergrund die linke Ivorische Volksfront (FPI) – ein späteres Mitglied der Sozialistischen Internationale – gegründet. Als Präsident seit 2000 im Amt steuerte er – auch vor dem Hintergrund einer wachsenden Verelendung des westafrikanischen Landes, des größten Kakaoproduzenten der Welt – einen zunehmend von Paris unabhängigen Kurs.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy zögerte während der Turbulenzen um die Wahlergebnisse Ende 2010 auch keinen Moment: Im Galopp setzte er durch, daß sein »Bon ami« Ouattara international anerkannt wurde. Sarkozy war bereit, gegebenenfalls auch die militärische Karte zu spielen. Angesichts der unterschiedlichen ökonomischen Interessen, der ethnischen Gegensätze ebenso wie der politischen Ziele war Gewalt programmiert. Das Land war gespalten. Die Nouvelles Forces standen Gewehr bei Fuß. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft drohte mit einer militärischen Intervention. Letztlich jedoch wurde die Machtfrage von den bereits im Land stationierten ausländischen Truppen entschieden. »Ich habe die Mission angewiesen, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Einsatz von schweren Geschützen gegen die Zivilbevölkerung zu verhindern«, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Anfang April 2011. Die Entscheidungsschlacht nahm ihren Lauf. Gbagbo wurde von »Licorne«-Kriegern und Hubschraubern der UN-Blauhelmtruppe weggebombt.

Rekolonisierung

In weiser Voraussicht hatte Ouattara bereits am 14. Dezember 2010 verfügt, daß er als »neuer Präsident« die Gerichtsbarkeit des ICC in Den Haag anerkennt. Ouattara, offensichtlich unsicher, ob seine am 2. Dezember 2010 unter obskuren Bedingungen im belagerten Hôtel du Golf vorgenommene Inthronisierung juristisch auch haltbar war, erneuerte sicherheitshalber sein Schreiben einige Monate danach. Es könnte schließlich Probleme geben, seinen Kontrahenten vom Haager Gericht aburteilen zu lassen: Côte d’Ivoire hat das Rom-Statut, auf dessen Basis der ICC arbeitet und Kriegsverbrechen individuell verfolgen soll, nicht unterzeichnet. Es hatte die Haager Gerichtsbarkeit zwar 2003 ankannt, das geschah allerdings im Zusammenhang mit dem Putsch von 2002 und war insofern unterschiedlich interpretierbar.

Gbagbo ist nunmehr der erste – ehemalige – Staatschef, der vom Gerichtshof in Haft genommen wurde, derweil bis heute kein einziger Kämpfer Ouattaras behelligt wurde, geschweige denn die Anführer des Aufstands. Unterdessen schreitet die Rekolonisierung Côte d’Ivoires voran. Ende Januar 2012 machte Ouattara seinen Antrittsbesuch in Paris und unterzeichnete ein neues »Verteidigungsabkommen«, in dessen Zentrum eine Dauerpräsenz der »Force Licorne« in Abidjan steht.

Auch Sarkozy-Nachfolger Francois Hollande, einst Erster Sekretär der französischen Sozialisten (PS), empfing kürzlich Ouattara. Das veranlaßte die FPI als ivorische Bruderpartei der PS zu einem »Wunsch« an ihn: »Die obskure Komplizenschaft und die gefällige Nachsicht, mit denen dem ivorischen Tyrannen seitens des Eliysées zu Zeiten Nicolas Sarkozys gehuldigt wurde«, solle doch beendet werden. Der »Diktator Ouattara« gehöre ebenso wie Soro nach Den Haag, Gbagbo und 42 weitere »politische Gefangene«, die in Côte d’Ivoire einsitzen, müßten freigelassen werden. Hollande reagierte nicht.

Nun muß sich der ICC mit seiner neuen afrikanischen Chefanklägerin, Fatou Bensouda aus Gabun, entscheiden. Mit der medizinischen Expertise zu Gbagbos angeschlagenem Gesundheitszustand erhielt er die Möglichkeit, sich der prekären Hinterlassenschaft von Moreno-Ocampo und Sarkozy relativ elegant zu entledigen, seine Imageprobleme zu relativieren und die Kritiker durch Einstellung des Verfahrens zu besänftigen. Auch ist die Entscheidung, ob die Beweismittel einen Prozeß gegen Gbagbo rechtfertigen, offiziell noch nicht gefallen. Darüber sollten die nunmehr abgesagten Hearings befinden.

Verschoben ist nicht aufgehoben, und derzeit deutet wenig darauf hin, daß es zu einer Absage kommen könnte. Hierfür müßte der ICC seine bisherige Rolle als Instrument supranationaler Klassenjustiz verlassen.

Côte d’Ivoire: Masterplan zum Umsturz

Der Regime change in Côte d’Ivoire 2011 war masterplanartig vorbereitet. Er benötigte ungefähr ein Jahrzehnt Zeit zur Umsetzung. Wahrscheinlich gewannen die Überlegungen dazu bereits 2001 Konturen, nachdem der Präsident Laurent Gbagbo erstmals von einer Revision der Verträge sprach, »von denen die Unternehmen der alten Kolonialmacht profitieren, mit der Houphouët-Boigny stets beste Beziehungen unterhalten hatte« (Le monde diplomatique).

Tatsächlich war »Der Alte«, wie der erste ivorische Präsident Felix Houphouët-Boigny (1960–1993) genannt wurde, nicht nur ein autokratischer Herrscher wie aus dem Bilderbuch, sondern als solcher auch zuverlässiger Garant für den Erhalt postkolonialen Einflusses gewesen. Französische Firmen wie France Télécom, Wasser- und Elektrizitätsgesellschaften, der mächtige Baukonzern Bouygues SA, Schokoladenhersteller und Plantagenbesitzer mußten um ihre Pfründe fürchten. Zudem waren vor der Küste Côte d’Ivoires umfangreiche Öl- und Gasvorkommen entdeckt worden, eine inzwischen sprudelnde Einnahmequelle für den westafrikanischen Staat am Golf von Guinea.

Die offene Konfrontation begann nach dem Putschversuch von 2002, durchgeführt von unzufriedenen Offizieren der ivorischen Armee. Er führte letztlich zur Spaltung des Landes unter maßgeblicher Beteiligung der französischen Truppen der »Operation Einhorn«, die einen Korridor zwischen Nord und Süd einrichteten und kontrollierten. Die ivorische Luftwaffe wurde auf Befehl des französischen Präsidenten ­Jacques Chirac (1995–2007) zerstört. Frankreich moderierte 2003 die Konferenz der Konfliktparteien in Linas-Marcoussis nahe Paris, die maßgeblich zur diplomatischen Etablierung der Putschisten als der legalen Regierung gleichgestellte Kraft beitrug. Ein Fahrplan zur »nationalen Versöhnung« wurde ausgearbeitet, an dessen Ende Präsidentschaftswahlen und also die Ablösung Gbagbos stehen sollte – so das französische Kalkül.

Der UN-Sicherheitsrat wurde 2003 eingeschaltet, bis zu 10000 Blauhelme zur Umsetzung des Plans stationiert. Nach neuen Kämpfen und etlichen Turbulenzen wurden 2007 die Putschisten aus dem muslimischen Norden an der Regierung beteiligt, doch kam es nicht zur vorgesehenen Bildung einer einheitlichen Armee. Zwar wurde im Oktober und November 2010 tatsächlich abgestimmt, doch war angesichts der anhaltenden Konfrontation klar, daß der Konflikt nicht bewältigt sein würde.

Der Rest ist Geschichte, in der sich die beiden Parteien über das Wahlergebnis streiten, das bei etwa fifty-fifty liegt, sich zwei Präsidenten vereidigen lassen. Der eine – Gbagbo – wird schließlich von Blauhelmen und »Einhörnern« aus dem Amt entfernt. Ouattara, der Favorit des Westens, erhält das Zepter.

Quelle: http://www.jungewelt.de/2012/08-10/026.php?sstr=Gbagbo

 

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Elfenbeinkueste/ Tödliche Hilfe des Westens

Elfenbeinkueste/ Tödliche Hilfe des Westens

Posted on 04 April 2011 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

Brandschatzungen und Massenhinrichtungen in Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste): Im Westen des afrikanischen Staates sollen Rebellentruppen des vom Westen unterstützten Präsidentschaftsanwärters Alassane Ouattara in der vergangenen Woche Hunderte Menschen ermordet haben. Laut UNO waren in der Stadt Duékoué mehr als 330 Menschen Opfer »außer gerichtlicher Hinrichtungen«. Die UN-Mission UNOCI spricht von einem »Kriegsverbrechen« und erklärte, die Zahl könne wegen laufender Untersuchungen noch steigen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) geht von über 800 Toten allein am 29. März aus, die Hilfsorganisation Caritas befürchtet mehr als 1000. Die Opfer seien durch Schüsse getötet oder mit Macheten zu Tode gehackt worden.
In Cote d’Ivoire tobt seit den Präsidentschaftswahlen im November ein Machtkampf zwischen dem amtierenden Staatschef Laurent Gbagbo und dessen Herausforderer Ouattara, der international als Wahlsieger anerkannt und unterstützt wird. In der vergangenen Woche hatten Ouattara-Kämpfer, die sich mittlerweile »Republikanische Streitkräfte« (FRCI) nennen, in dem westafrikanischen Land eine Offensive gestartet. Berichten zufolge wurden sie logistisch, mit Waffen und von Militärberatern der früheren Kolonialmacht Frankreich unterstützt.
Korrespondenten der Nachrichtenagentur AP berichteten am Sonntag: »Ivorische Entwicklungshelfer, die in Duékoué waren, erklärten, Überlebende dort machten Ouattara-Kämpfer für die Morde verantwortlich. Als die Truppen in die Stadt gekommen seien, hätten sie Augenzeugenberichten zufolge sofort das Viertel Carrefour angesteuert, das von einer Gbagbo-Miliz kontrolliert worden war. ›Es gab großangelegte Tötungen, sie steckten den Ort in Brand und fackelten das Viertel vollständig ab‹, sagte ein Entwicklungshelfer, der anonym bleiben wollte.«
Die »Regierung« Ouattaras wies die Vorwürfe am Wochenende zurück – mit teilweise widersprüchlichen Begründungen. Alle Getöteten seien bewaffnete Kämpfer und keine Zivilisten gewesen, hieß es etwa. Gleichzeitig wurden die UN-Truppen beschuldigt, die Stadt Duékoué verlassen und die Zivilisten dort »rachsüchtigen« Milizsoldaten Gbagbos überlassen zu haben. Diese hätten dann rund 100 Menschen getötet. Der UN-Menschenrechtsbeauftragte Guillaume Ngata machte am Samstag Anhänger Gbagbos ebenfalls für den Tod von 100 Zivilisten verantwortlich. Indirekt wird damit wiederum bestätigt, wer für das Gros der Morde verantwortlich ist.
Die USA positionierten sich angesichts der Massakerberichte »zutiefst besorgt«: Außenministerin Hillary Clinton forderte Gbagbo zum sofortigen Rücktritt auf. Dieser treibe die Elfenbeinküste »in die Gesetzlosigkeit«. Die Anhänger Ouattaras, deren brutales Vorgehen in anderen Fällen als »Völkermord« bezeichnet und geahndet würde, »mahnte« sie, die Kriegsgesetze zu respektieren und die Angriffe auf Zivilpersonen einzustellen. Die von Washington »Ermahnten« versuchten am Sonntag weiter, den Regierungssitz Abidjan unter Kontrolle zu bekommen. Truppen der französischen Operation »Licorne« übernahmen derweil die Kontrolle über den internationalen Flughafen der Stadt.
Sevim Dagdelen, Sprecherin für internationale Beziehungen der Linksfraktion im Bundestag, erklärte wiederum am Sonntag gegenüber junge Welt : »Frankreich und die UNO tragen durch ihre Parteinahme und Unterstützung für Ouattara mit Schuld an den Massakern seiner Truppen.« (Siehe auch jW vom 2./3. April)
Den Artikel finden Sie unter: http://www.jungewelt.de/2011/04-04/056.php
(c) Junge Welt 2011

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Mehr UN-Truppen für Elfenbeinküste

Posted on 22 December 2010 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

JOHANNESBURG, 21. Dezember. Die Vereinten Nationen haben den Druck auf den international nicht anerkannten ivorischen Machthaber Laurent Gbagbo weiter erhöht und sowohl eine Truppenverstärkung als auch eine Verlängerung des Mandats für die UN-Mission in der Elfenbeinküste beschlossen.

Source: faz.net

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UN bieten Gbagbo die Stirn

Posted on 22 December 2010 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

Bei gewaltsamen Ausschreitungen in der Elfenbeinküste sind nach UN-Angaben in den vergangenen drei Tagen mehr als 50 Menschen getötet worden. Zudem seien in diesem Zeitraum mehr als 200 Menschen verletzt worden, erklärte am Sonntag in Genf die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay. In der Elfenbeinküste ist die Lage seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl Ende November äußerst gespannt. Pillay zeigte sich besorgt über die „massiven Menschenrechtsverletzungen“ in dem afrikanischen Land.

In der Elfenbeinküste droht ein gewalttätiger Konflikt zwischen dem international nicht anerkannten Präsidenten Laurent Gbagbo und der UN-Mission Onuci. Gbagbo forderte am Wochenende den sofortigen Abzug der UN-Mission und der französischen Militärmission „Opération Licorne“. Die Präsenz der fremden Truppen verletze die Souveränität des ivorischen Staates. Die Vereinten Nationen hatten Gbagbo zuvor aufgefordert, die Macht an den mutmaßlichen Sieger der Präsidentenwahl von Ende November, Alassane Ouattara, abzutreten.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wies die Forderung nach einem Abzug umgehend zurück. Er bekräftigte, dass die UN anstrebten, das Ende Dezember regulär endende Mandat der Onuci zu verlängern. Daraufhin beschossen „Männer in Uniformen“ am Samstagabend eine Patrouille von Blauhelmsoldaten in der ivorischen Wirtschaftsmetropole Abidjan. Auch das Gebäude der UN wurde unter Feuer genommen. „Wir bereiten uns inzwischen auf alles vor“, sagte der Onuci-Sprecher am Sonntag. Die Mission der Vereinten Nationen hat wie nahezu alle westlichen Botschaften ihr Personal in der Elfenbeinküste in Erwartung bürgerkriegsähnlicher Zustände bereits reduziert.

Frankreich, das in Abidjan nach wie vor einen militärischen Stützpunkt unterhält, reagierte zunächst nicht auf die Forderung nach einem Abzug der „Opération Licorne“. Die französische Truppe steht zwar unter dem Befehl des Pariser Generalstabs, ist aber mit einem Mandat der Vereinten Nationen versehen.

„Opération Licorne“ hatte unmittelbar nach Beginn des Bürgerkrieges 2002 mit dem Einverständnis von Gbagbo begonnen und maßgeblich dazu beigetragen, die Frontlinie zwischen Regierungstruppen und Rebellen „einzufrieren“. Auf dem Höhepunkt der Krise umfasste die französische Truppe nahezu 6000 Soldaten. Doch wurde die Truppenstärke inzwischen auf 900 Soldaten reduziert, deren Aufgabe es ist, die Onuci zu unterstützen. Die UN-Mission in der Elfenbeinküste wiederum hatte im April 2004 begonnen und zählt inzwischen rund 10.000 Soldaten, Polizisten und zivile Mitarbeiter.

Gbagbo war nach den Wahlen Ende November vom ivorischen Verfassungsrat mit 51 Prozent der Stimmen zum Sieger erklärt worden. Die unabhängige Wahlkommission jedoch hatte Alassane Ouattara mit 54 Prozent der Stimmen zum gewählten Präsidenten erklärt. Das Gbagbo-Lager sprach jedoch von massiven Wahlfälschungen im Norden der Elfenbeinküste zugunsten Ouattaras. Deshalb hatte der Verfassungsrat die Ergebnisse aus drei Wahlbezirken annulliert.

Internationale Wahlbeobachter hatten die Wahlen als „weitgehend frei und fair“ bezeichnet, wenngleich sie wie etwa die Wahlbeobachterkommission der Europäischen Union keine Beobachter in die umstrittenen Nordregionen, die nach wie vor von ehemaligen Rebellen kontrolliert werden, entsandt hatten. Der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für die Elfenbeinküste, Youn-jin Choi, hatte die Manipulationen im Norden als „nicht relevant für das Endergebnis“ bezeichnet. Seither beanspruchen sowohl Gbagbo als auch Ouattara für sich, Präsident zu sein. Beide haben Regierungen ernannt.

Ouattaras Ministerpräsident, Guillaume Soro, nannte die Abzugsforderungen „lächerlich“, weil Gbagbo „gar nicht mehr Präsident der Elfenbeinküste ist“. Ouattara, der von der internationalen Gemeinschaft als rechtmäßiger Präsident betrachtet wird, lebt in einem Hotel in Abidjan. Er wird dort beschützt von rund 800 UN-Soldaten sowie von Soldaten der „Forces Nouvelles“. So nennen sich die Rebellen, die 2002 den Bürgerkrieg in Côte d’Ivoire begannen.

Guillaume Soro war der Anführer dieser Rebellen, bis er nach dem Friedensvertrag von Ougadougou zum Ministerpräsidenten einer Übergangsregierung unter Gbagbo aufstieg. Aus der Sicht vieler Bürger im Süden der Elfenbeinküste ist alleine diese Konstellation der ultimative Beweis für den langgehegten Verdacht, dass Ouattara hinter den Rebellen steht, was dieser vehement bestreitet. Im wirtschaftlich wesentlich besser als der Norden entwickelten Süden des Landes dürfte Alassane Ouattara niemals als Präsident akzeptiert werden.

Gbagbo jedoch wird international immer weiter isoliert. Nicht nur droht die EU ihm mit Sanktionen und haben die Vereinigten Staaten ihn aufgefordert, die Macht an Ouattara abzugeben. Am Freitag ließen auch die Afrikanische Union (AU) und die Wirtschaftgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (Ecowas) Gbagbo fallen. Jean Ping, der Präsident der AU-Kommission, hatte Gbagbo am Freitag in Abidjan einen Brief überreicht, in dem beide Institutionen ihn unmissverständlich auffordern, die Macht abzugeben. Damit scheinen die Forderungen des Gbagbo-Lagers nach einer „Vermittlung“ durch eminente afrikanische Persönlichkeiten endgültig abgelehnt zu sein.

Dass unter diesen Vorzeichen noch eine friedliche Einigung zu erzielen sein könnte, wird mit jedem weiteren Tag unwahrscheinlicher. Zu befürchten ist, dass sich Krawalle wie vom vergangenen Donnerstag in Abidjan in den kommenden Tagen wiederholen.

Ouattara hatte seine Anhänger aufgerufen, das Gebäude des staatlichen Rundfunks zu besetzen. Wie zu erwarten war, richteten die Sicherheitskräfte daraufhin ein Blutbad mit offenbar bis zu 30 Toten an. Blé Goudé, ehedem Anführer der von Gbagbo gesteuerten Schlägerbanden der „Jeunes Patriotes“ und neuerdings Gbagbos Minister für Jugend und Arbeit, gab am Wochenende den Ton vor, als er von einem „Krieg gegen Ouattara bis zum bitteren Ende“ sprach. „Wir werden die Elfenbeinküste ein und für alle Mal befreien“, sagte der wegen seiner Gewaltbereitschaft als „Blé, la machette“ bekannte Goudé.

Die „Jeunes Patriotes“ hatten während des Bürgerkrieges durch wiederholte Übergriffe insbesondere auf französische Staatsbürger auf sich aufmerksam gemacht, weil Gbagbo dem damaligen Präsidenten Jacques Chirac vorwarf, die Rebellion gegen ihn gutzuheißen.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AFP, dapd

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Geht uns die Schokolade aus?

Posted on 22 December 2010 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

Es ist gar nicht so lange her, da war Schokolade für die Deutschen ein austauschbares Massenprodukt. Braun und süß, hier und da eine Nuss – das reichte. Aber seit kurzer Zeit können sich teure Schoko-Boutiquen mit ihren Auslagen voll edelbitterer Täfelchen in bester Innenstadtlage halten. Schoko-Kenner sind auf der Bildfläche erschienen, die über das richtige “Bruchgeräusch” fachsimpeln und Kakao-Anbaugebiete nach dem Geschmack unterscheiden können.

Jetzt liegen Chocolatiers wie die Firma Neuhaus im Trend – mit Schoko-Kollektionen, die auf erlesene Rotweine abgestimmt sind. Andere Hersteller experimentieren mit Vollkornbrot-Schokolade oder Schoko-Sushi. Das alles trifft offenbar den Zeitgeist: Schokolade ist kein phantasieloser Dickmacher mehr – sondern exklusiver Genuss.

Aber das Schicksal ist grausam: Gerade jetzt, da die Deutschen sich zu echten Schoko-Connaisseuren mausern – da wird der Kakao knapp. In den Erzeugerländern der Kakaobohnen, des wichtigsten Rohstoffes für Schokolade, sorgen politische Unruhen und die Folgen jahrzehntelangen Raubbaus für erhebliche Unsicherheit. Rohstoff-spekulanten – von ihren Untaten wird später noch die Rede sein – tragen ihr Scherflein zur Krise bei.

Und so wird pünktlich zur Weihnachtszeit Kakao drastisch teurer. Eine politische Krise im wichtigsten Anbauland für Kakao, der Elfenbeinküste (offiziell: “Côte d’Ivoire”), trieb den Preis an der New Yorker Rohstoffbörse in den vergangenen anderthalb Wochen in die Höhe. Von 2700 Dollar je Tonne stieg er in kürzerster Zeit auf zeitweise mehr als 3100 Dollar.

Grund zur Sorge für alle Schoko-Hedonisten? Ist dieser Preisanstieg ein erstes Zeichen künftiger Knappheit? Ein Warnung, dass uns der Kakao ausgeht – und ein Schokoladennotstand droht?

Die Schokoladenhersteller zumindest deuten das so. Schließlich zeigt ein langfristiger Vergleich: Der Kakaopreis schwankte in den vergangenen zehn Jahren oft, letztlich stieg er aber immer. Beim Schokoriegel-Produzenten Mars heißt es, die Plantagen in Afrika könnten mit der steigenden Nachfrage nicht Schritt halten. “Wir brauchen in den nächsten Jahren noch einmal die Kapazität der Elfenbeinküste”, warnte Mars-Sprecher Matthias Berninger jüngst auf einem Podium in Frankfurt. “Wenn nichts passiert, wird sich der Preis für Schokolade in 20 Jahren verdoppeln.”

Die Unkenrufe könnten freilich Zweckbehauptungen sein. Suchen die Schoko-Hersteller nur Argumente, um die Preise für ihre Tafeln, Riegel und Weihnachtsmänner anzuheben? Immerhin ist sicher: Die Nachfrage nach Kakao hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Noch im Jahr 2000 lag sie bei unter drei Millionen Tonnen. Dieses Jahr sind es fast vier Millionen Tonnen, wie die “International Cocoa Organization” berichtet, die Importeure und Exporteure vertritt.

Allein die Deutschen essen jedes Jahr pro Kopf rund neun Kilo oder 90 Tafeln Schokolade. Mit der Schweiz liegen sie damit weltweit an der Spitze. Jetzt in der Weihnachtszeit gehen hierzulande mehr als 100 Millionen Schoko-Weihnachtsmänner über die Ladentheken – weitere fast 50 Millionen gehen in den Export. Aber auch anderswo wächst der Appetit: “Schwellenländer wie Brasilien, Russland oder China werden zunehmend wichtiger”, sagt Jürgen Steinemann, Vorstandschef des weltgrößten Schokoladenproduzenten, Barry Callebaut in Zürich. Zu der Firma mit 7500 Mitarbeitern gehören etwa die Marken Sarotti, Alpia und Van Houten.

Was passiert, wenn die Chinesen und Inder beim Schoko-Konsum mit Europa gleichziehen, lässt sich nur erahnen. In China, dem Land mit dem größten Schoko-Potential, leben gut 1,3 Milliarden Menschen, fast doppelt so viele wie in Europa. Der Pro-Kopf-Konsum liegt noch weit niedriger: Während ein Europäer im Schnitt zwei Kilo reinen Kakaos im Jahr verspeist, isst ein Chinese nicht einmal 20 Gramm. Sollten die Chinesen eine Schwäche für Kakaoprodukte entwickeln – dann dürfte das den Preis steil nach oben treiben.

Dabei ist es typisch für Kakao, dass das Angebot zu langsam auf eine steigende Nachfrage reagiert. Kakaobäume gedeihen nur in einem engen Gürtel rund um den Äquator. Erst drei bis fünf Jahre nachdem ein Baum gepflanzt wurde, ist eine erste Ernte möglich. Steigt die Nachfrage nach Kakaoprodukten sprunghaft an, kommen die Plantagen nur langsam nach. Die jüngste Preisralley beim Kakao jedoch hat andere Gründe. “Es hat begonnen, als die Ergebnisse der Wahlen an der Elfenbeinküste bekannt wurden”, sagt Carsten Fritsch, Rohstoffexperte der Commerzbank. Von der Elfenbeinküste stammen fast 40 Prozent der weltweiten Kakaoernte – ein Großteil wird in der Schweiz und in Deutschland verarbeitet. Nach der Präsidentenwahl entbrannte in dem Land ein regelrechter Machtkampf. Sowohl der alte Amtsinhaber als auch sein Herausforderer beanspruchten den Wahlsieg für sich. Das Militär riegelte kurzerhand die Grenzen zu Land, zu Wasser und in der Luft ab.

Sofort bangten Schokoladenproduzenten und Investoren in aller Welt um ihre Kakaoversorgung. “Es gibt Berichte, wonach Lieferungen verzögert werden, und keine Kakaobohnen aus dem Land kommen”, schrieben Analysten der Investmentbank Macquarie. Bis zum Jahresende müssen angeblich noch 300 000 Tonnen Kakao die Häfen des Landes verlassen. Rund 25 000 Tonnen sollen gar in den Plantagen zurückgehalten werden: “Es gibt Sorgen, dass die Transporte nicht sicher sind”, sagt Rohstoffexperte Fritsch. Kein Wunder, dass an den Kakao-Börsen die Preise in die Höhe schossen. Doch nicht nur politische Unruhen in Afrika beeinflussen den Nachschub an Kakao – gerade mit diesem Rohstoff wird auch erheblich gezockt. Seit Jahren erreichen den Kakaomarkt immer neue Spekulationswellen. Sie treiben den Preis mal hoch und mal runter – und beeinflussen auch die auf dem Weltmarkt verfügbaren Mengen.

Besonders extrem war es im vergangenen Sommer. Da sorgte ein gewisser Anthony Ward für Schlagzeilen, einer der mächtigsten Männer im Kakaogeschäft: ein Händler, der zugleich Hedgefondsmanager ist. “Choc-Finger” haben die Medien den 50-jährigen Briten getauft – in Anlehnung an den Bösewicht “Goldfinger” aus dem gleichnamigen James-Bond-Film.

Seinem Ruf hat Ward alle Ehre gemacht, als er im Juli für etwa eine Milliarde Dollar rund sieben Prozent der weltweiten Ernte eines Jahres aufkaufte – und später weiterveräußern ließ. Konkurrierende Händler beschuldigten Ward damals, mit seiner Aktion den Kakaomarkt zu “cornern”: Das bedeutet, mit einer Verknappung des Angebots den Preis künstlich hochzutreiben.

Tatsächlich befand sich der Kakaopreis Mitte Juli auf einer Höhe wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Seither sind die weltweiten Kakaomärkte in Aufruhr.

In den Blogs amerikanischer Ökonomen wird heiß darüber debattiert, wie es einem einzigen Händler möglich sein soll, so etwas zu schaffen. Der Nobelpreisträger Paul Krugman immerhin meint: Mit einem Modell lasse sich zeigen, dass “cornern” für lagerbare Rohstoffe funktioniere – für Kakao genauso wie Kupfer.

Wieso nur ist niemand auf solche Tricks vorbereitet? Spekulation auf den Kakaopreis ist so alt wie politische Unruhen in afrikanischen Staaten – doch die Alternativen für die Kakao-Beschaffung sind offenbar begrenzt. Schokoladen-Produzent Steinemann ist pessimistisch: “Die Rohstoffpreise dürften sich weiter über dem historischen Mittel bewegen – und volatil bleiben.”

Zwar versuchen andere Länder bereits, ihre Kakao-Produktion auszuweiten. So könnten Einbußen an der Elfenbeinküste möglicherweise ersetzt werden. “Versuche dazu gibt es”, sagt Rohstoffexperte Fritsch. Das westafrikanische Nachbarland Ghana etwa gilt als Hoffnungsträger: Es will in drei bis fünf Jahren die Elfenbeinküste bei der Kakao-Produktion einholen. “Bislang aber liegen die höchstens bei der Hälfte”, sagt Fritsch. “Das wird schwer.”

Weniger Kakao will die Schokoladenindustrie aber angeblich nicht in ihr Silberpapier wickeln. Auch von einem Recycling nicht genutzter Schokoladenfiguren will man nichts hören. Dabei halten sich seit Jahren Gerüchte, die Industrie schmelze jedes Jahr nach Weihnachten die übriggebliebenen Schoko-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner einfach wieder ein – und forme aus ihnen kurzerhand die Osterhasen für die nächste Saison. Die Hersteller bestreiten das vehement. “Das ist ein Mythos”, heißt es beim Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Zwar sei es in kleineren Konditoreien durchaus möglich, nicht verwendete Schokolade wieder einzuschmelzen. Je nach Sorte, Schmelztemperatur und verwendeten Fetten habe das mehr oder weniger starken Einfluss auf den Geschmack.

Die meisten Weihnachtsmänner, Nikoläuse und Osterhasen aber kommen hierzulande vom Fließband. Und in Fabriken sei es weder hygienisch erlaubt noch praktikabel, Produkte, die bereits in den Geschäften standen, wieder abzuholen, auszupacken und einzuschmelzen. “Das wäre auch viel zu teuer.” Wenn man sich die Prognosen für den Schokoladenpreis anhört, muss man vielleicht hinzufügen: noch.

Text: F.A.S.
Bildmaterial: Dieter Rüchel, dpa, F.A.Z.

Source: faz.net

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Elfenbeinküste: Ausgangssperre ab heute Nacht um die zweite Runde der Wahl zu sichern

Posted on 27 November 2010 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

Der Prasident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, hat heute morgen eine Ausgangssprerre in dem ganzen Land gekündigt  um die zweite Runde der Wahl zu sichern.

Die Ausgangssperre gilt am 27 und 28 Nov (von 22 bis 6 Uhr) und 29,30 November und 1 Dezember (von 19 bis 6 Uhr) nach ivorischer Uhrzeit.

IvoireDiaspo

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Wahlergebnisse in der Elfenbeinküste

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Wahlergebnisse in der Elfenbeinküste

Posted on 05 November 2010 by Contribution

Nach 5 Jahren ohne Wahl, weil die Rebellen im Norden des Landes alles unter Kontrolle hatten, die Bevoelkerung der Elfenbeinküste konnte am Sonntag den Prasidenten waehlen Continue Reading

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Deutsche Kinder lernen Musik von der Elfenbeinküste

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Deutsche Kinder lernen Musik von der Elfenbeinküste

Posted on 05 November 2010 by Contribution

DeutscheKinderlernenIvorischeMusik Deutsche Kinder lernen Musik von der Elfenbeinküste

Deutsche Kinder lernen ivorische Musik

Delmenhorst – Exotische Gerüche ziehen durch die Schulküche. Jesika und Marie-Josee kochen gemeinsam mit einer großen Schar von Kindern und Jugendlichen der Realschule Süd ein leckeres afrikanisches Gericht. Ein paar Türen weiter hört man Musik von der Elfenbeinküste Continue Reading

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Drogba lässt Chelsea-Zukunft offen

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Drogba lässt Chelsea-Zukunft offen

Posted on 27 September 2010 by Rédaction de Diaspora Cote d'Ivoire

Dem FC Chelsea gelang ein Traumstart in die aktuelle Premier League-Saison. Der amtierende englische Meister gewann die ersten fünf Spiele und erzielte dabei beeindruckende 21 Treffer. Nach der ersten Saisonniederlage gegen Manchester City deuten sich feine Risse im Gefüge der ‚Blues’ an.

drogba 300x206 Drogba lässt Chelsea Zukunft offen

Drogba

Stürmer-Star Didier Drogba reagierte mit Unverständnis auf seine Auswechslung gegen die ‚Citizens’. Sturmpartner Nicolas Anelka durfte trotz blasser Leistung durchspielen. Schon im Sommer wurde über Drogbas Zukunft spekuliert. Jetzt meldet sich der Nationalstürmer der Elfenbeinküste selbst zu Wort.

„Als ich meinen neuen Vertrag bei Chelsea unterschrieben habe, sagte ich, dass ich meine Karriere hier beenden werde. Als ich in Marseille war, sagte ich ebenfalls, dass ich meine Laufbahn dort beenden möchte. Eine Woche später hatte sich alles geändert. Auch jetzt kann alles passieren“, erklärt Drogba im Interview mit dem französischen Fernsehsender ‚Canal +’.

Drogbas ehemaliger Klub Olympique Marseille versuchte bereits im Sommer, den Ivorer zurück nach Frankreich zu holen. Der 32-Jährige wechselte 2004 für geschätzte 30 Millionen Euro an die Stamford Bridge. Beide Vereine treffen in der aktuellen Champions League-Gruppenphase aufeinander. Dort bietet sich die Gelegenheit für Gespräche abseits des Platzes.

S: fussballtransfers.com

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